Das Europa der Völker und Kulturen
Paneuropa Italia veranstaltete am 30. Mai 2025 im Schloss Miramare in Triest eine internationale Konferenz unter dem Titel "Das Europa der Völker und Kulturen: Vom Denken De Gasperis und Otto von Habsburgs zu den modernen Kulturbezirken".
Eröffnet wurde die Konferenz von der Präsidentin der Vereinigung Paneuropa Italia, Gianna Di Danieli, die in ihrer Rede auf die Bedeutung kultureller Verbindungen für die Vielzahl der auf dem europäischen Kontinent lebenden Völker und die Schaffung einer gemeinsamen Identität einging.
Die Begrüßungsrede wurde von Walburga Habsburg Douglas, der Vizepräsidentin der Internationalen Paneuropa-Union, gehalten. Sie betonte die Bedeutung der europäischen Kultur, die sich in den berühmten historischen Leistungen von Schloss Miramare widerspiegelt. Besonders hob sie das paneuropäische Verständnis für kulturelle Werte hervor, das von ihrem Vater, Otto von Habsburg, gefördert wurde.
Moderiert wurde die Konferenz vom Vizepräsidenten von Paneuropa Italia und Richter am Obersten Kassationsgerichtshof, Prof. Marcello M. Fracanzani. Er bezog sich auf Umberto Ecos Worte, dass „die Sprache Europas die Übersetzung ist“, was in der Tat bedeutet, sich von einer Sprache in eine andere zu bewegen, von einer Kultur in eine andere, und so eine pluralistische Identität wiederzubeleben. Er kommentierte fachkundig alle Vorträge und kam zu dem Schluss, dass Kulturkreise neue Rahmen schaffen können, in denen das gemeinsame europäische Gedächtnis nicht verloren geht, sondern vielmehr bereichert wird.
Das Thema wurde in den Vorträgen der folgenden renommierten Experten auf ihrem Gebiet umfassend dargestellt: Prof. Giulio Maria Chiodi, Prof. Claudio Cressati, Prof. Marina Bressan, Prof. Giacomo Biassutti und Dott. Luigi Deciani.
Die Abschlussrede hielt der Präsident der Internationalen Paneuropa-Union, Prof. Pavo Barišić. Unter Bezugnahme auf das paneuropäische Erbe von De Gasperi und Otto von Habsburg rief er zur Entwicklung eines Europas auf, in dem die Menschen und die Kultur an erster Stelle stehen und nicht irgendeine Form von Herrschaft. Er erinnerte an die Worte von De Gasperi: "Wenn wir ein geeintes Europa wollen, müssen wir bereit sein, unsere Hoffnungen zu vereinen, nicht nur unsere Grenzen". Er schloss damit, dass die Visionen der beiden großen Paneuropäer weiterhin den Weg in die Zukunft weisen können, da sie den Weg zu einem Europa aufzeigen, das seine Unterschiede nicht scheut, sondern sie als seine größte Stärke feiert.
Im Anschluss an die Konferenz fand im Thronsaal von Schloss Miramare ein Konzert statt, bei dem der Bariton Paolo Rumetz, begleitet von der Pianistin Sabina Arru, Werke italienischer Komponisten aufführte: G. Verdi, G. Donizetti, F. P. Tosti, R. Brogi, L. Denza.
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