IPU emblem
Internationale Paneuropa-Union

Zur EU-Erweiterung in Montenegro

Vom 17. bis 19. September 2026 fand in Podgorica die internationale Konferenz der Paneuropa-Union Montenegros unter dem Titel „Europa erweitern, Europa begrünen und seine Sicherheit stärken: Autonomie, Wohlstand und strategische Resilienz“ („Enlarging Europe, Greening and Securing Europe: Autonomy, Prosperity and Strategic Resilience“) statt.

Die Konferenz brachte Vertreterinnen und Vertreter der Paneuropa-Union, montenegrinischer und europäischer Institutionen, des diplomatischen Korps, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft aus mehreren europäischen Ländern zusammen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Erweiterung der Europäischen Union, die grüne Transformation, die strategische Resilienz Europas und die Zukunft der europäischen Zusammenarbeit.

podgorica 1

Im Rahmen der Konferenz wurde ein Programmteil des Projekts „Mobilizing Green Investment: Visegrad Group – Montenegro – Moldova“ vorgestellt, das mit Unterstützung des Internationalen Visegrad-Fonds durchgeführt wird.

Auf der Konferenz wurde hervorgehoben, dass die Vollmitgliedschaft Montenegros in der Europäischen Union bis 2028 ein erreichbares Ziel ist und dass die Fortsetzung der Erweiterung für die Sicherheit, Stabilität und Resilienz Europas von strategischer Bedeutung ist.

Gordana Đurović, Präsidentin der Paneuropa-Union Montenegros, erklärte, Montenegro habe die einmalige Chance, den Beitrittsprozess innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens abzuschließen.

podgorica 2

Pavo Barišić, Präsident der Internationalen Paneuropa-Union, betonte, dass Montenegro an der Spitze des Erweiterungsprozesses stehe und sein Beitritt ein starkes Signal an die anderen Beitrittskandidaten senden würde. Darüber hinaus hob er hervor, dass Montenegro eine bedeutende Brückenfunktion auf dem Westbalkan übernehmen könnte.

Predrag Zenović, Chefunterhändler Montenegros mit der Europäischen Union, unterstrich, dass Reformen und Verhandlungen unverzichtbare Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft seien und Montenegro derzeit unter den Beitrittskandidaten dem EU-Beitritt am nächsten stehe. Er erklärte außerdem, dass die Verhandlungspositionen für alle Kapitel in den kommenden Wochen fertiggestellt würden.

podgorica 3

Karlo Ressler, Mitglied des Europäischen Parlaments, wandte sich mit einer Videobotschaft an die Konferenzteilnehmer. Auch Eva Ponomarenkova, Botschafterin der Slowakei in Montenegro, richtete das Wort an die Anwesenden und bekräftigte die Unterstützung der Slowakei für den europäischen Weg Montenegros.

An den Diskussionen beteiligten sich auch Vertreter der Paneuropa-Unionen anderer Länder. Polina Vekova, Vizepräsidentin der Paneuropa-Union Österreichs, Vanja Gavran, Generalsekretär der Internationalen und der Kroatischen Paneuropa-Union, Andrej Lepavcov, Präsident der Mazedonischen Paneuropa-Union, sowie Christian Hoferer von der Paneuropa-Union Deutschlands sprachen über die europäische Integration und die Perspektiven des Westbalkans.

Gavran hob insbesondere die Erfahrungen Kroatiens mit der EU-Mitgliedschaft hervor. Er betonte, dass Kroatien heute in vielerlei Hinsicht ein anderes Land sei als vor seinem EU-Beitritt und dass die Mitgliedschaft wesentlich zur Entwicklung des Landes beigetragen habe. Auch Albanien sprach er an und verwies auf den raschen Wandel und die Fortschritte des Landes in den vergangenen Jahren.

podgorica 4

Die Konferenz fand in einem Jahr statt, in dem die Paneuropa-Union Montenegros ihr zehnjähriges Bestehen und Montenegro den 20. Jahrestag seiner Unabhängigkeit feiern. Zugleich begeht die Internationale Paneuropa-Union in diesem Jahr den 100. Jahrestag des Ersten Paneuropäischen Kongresses, der 1926 in Wien stattfand.

Programm (EN) (PDF)